Leiben: Sicherheitsnetz ist in Planung

2018 löste sich ein Fels aus der Steinwand in Weitenegg. Noch wurden keine Maßnahmen gesetzt – das soll sich ändern.

Erstellt am 09. Januar 2022 | 06:14
Lesezeit: 1 Min
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Ende 2018 riss ein herabstürzender Felsen ein Loch in ein leer stehendes Haus in Weitenegg.
Foto: Archiv/Denise Schweiger

Eine Naturgewalt im wahrsten Sinne des Wortes richtete Ende 2018 gewaltigen Schaden in einem – glücklicherweise unbewohnten – Haus in Weitenegg an.

Ein Felsen löste sich aus der Steinwand und krachte nach unten. Das Gestein riss ein etwa eineinhalb Meter großes Loch in das leer stehende Haus (die NÖN berichtete). Der Schaden blieb aus diesem Grund auch wochenlang unbemerkt. Seither begutachteten immer wieder Geologen und Sachverständigen die Steinwand im Ortsteil Leibens. Und das tun sie immer noch, wie SPÖ-Bürgermeisterin Gerlinde Schwarz berichtet: „Die Situation steht unter regelmäßiger Beobachtung, um drohende Gefahr einzuschätzen.“ Eine Lösung für die „Leibener Wackelkandidaten“ ist schon seit Jahren in Planung, noch wurden keine Maßnahmen gesetzt.

Die Situation steht unter regelmäßiger Beobachtung, um drohende Gefahr einzuschätzen.“ gerlinde schwarz SPÖ-Bürgermeisterin

„Das hat sich verzögert, aber im vergangenen Sommer gab es die abschließende Besprechung zu dem Thema“, erläutert die Ortschefin. Mittlerweile seien alle Unterlagen für die Finanzierung eingereicht worden. „Die Ausschreibung der Arbeiten wird durch die Wildbach- und Lawinenverbauung gemacht und im nächsten Jahr soll die Umsetzung der Maßnahmen erfolgen“, berichtet Schwarz. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 400.000 Euro. Der Bund fördert das Projekt mit 240.000 Euro, das Land mit 60.000 Euro. Der Kostenbeitrag der Straßenbauabteilung ist mit 40.000 Euro beziffert, jener für die Grundeigentümer mit 30.000 Euro – jener der Gemeinde ebenso. „Konkret geplant ist jetzt, dass ein Sicherheitsnetz direkt im Felsen in stalliert werden soll. Erst gab es Überlegungen, diese in den Gärten der Anrainer anzubringen, aber das wurde verworfen“, gibt Schwarz Einblick.

Es war 2018 übrigens nicht das erste Mal, dass Gesteinsbrocken Schaden an einem Weitenegger Haus angerichtet hatten: Nach Felsstürzen wurde der Bereich über dem Gasthaus Gruber mittels Anker und Netzen gesichert.