Texingtaler Markus Mayer blickt der Gefahr ins Auge. Der Texingtaler Markus Mayer ist der erste Miliz-Experte für Gefahrguttransport für das österreichische Bundesheer. Vom Luftverkehr bis zur Hochsee ist sein Wissen gefragt.

Von Michael Bouda. Erstellt am 08. August 2019 (04:45)
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Markus Mayer bei der Ernennung zum Miliz-Experten.

Ob auf der Straße, auf Schienen, in der Luft, über die Hochsee oder Binnenwasserstraßen: Will das österreichische Bundesheer Gefahrgut transportieren oder versenden, hat es mit dem Texingtaler Markus Mayer nun einen eigenen Miliz-Experten, um beraten zu werden. Dafür erhielt er vom Verteidigungsministerium in feierlichem Rahmen das offizielle Ernennungsdekret.

Mayer, seines Zeichens Geschäftsführer der Firma GSSA in Texingtal, verfügt dabei über Wissen wie bundesweit kaum ein anderer. „Es wurde sogar eigens die Sparte Gefahrguttransporte für mich kreiert“, lacht der 32-Jährige.

„Wenn eine besondere Anfrage kommt, freue ich mich auf die Hilfestellung, die ich leisten kann. Dann steh‘ ich ‚Habt acht‘.“Markus Mayer, Texingtall

Nach dem Grundwehrdienst ging Mayer in die Privatwirtschaft, vor acht Jahren machte er sich selbstständig und begann dann, Luftfahrtschulungen beim Bundesheer zu nehmen. „Dort habe ich dann mein Interesse an der Thematik Gefahrguttransporte bekundet. So bin ich als Milizangehöriger zum Bundesheer zurückgekommen“, schildert Mayer.

Als Milizsoldat kann Mayer weiterhin in seinem Unternehmen, das auf den Umgang mit Gefahrgut spezialisiert ist und beispielsweise auch Schulungen anbietet, tätig sein und dem Bundesheer bei Bedarf mit Rat und Tat zur Seite stehen. Und Mayers Expertise wird regelmäßig benötigt: „Ich bekomme laufend Anfragen, vor allem in Bezug auf Luftverkehrssendungen, Straßensendungen und Hochseesendungen“, erzählt Mayer.

Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen wie: Wie kann etwas verpackt werden? Wie kann das österreichische Bundesheer Gefahrgut selbst – beispielsweise mit dem Flugzeug Hercules – transportieren? Wie kann das Bundesheer Gefahrgut durch Dienstleister versenden? Zu den konkreten Aufträgen darf Mayer keine Auskunft geben, beispielsweise handelt es sich dabei aber um Munitionstransporte. Gibt es auch Kurioses, das transportiert werden muss?

„Ganz kuriose Sachen gibt es nicht“, schmunzelt Mayer, „aber wenn eine besondere Anfrage kommt, freue ich mich auf die Hilfestellung, die ich leisten kann. Dann steh‘ ich ‚Habt acht‘.“