Melker bricht zu Radtour für die Erinnerungskultur auf. Der Melker Reinhard Carda will mit dem Rad alle KZ-Mauthausen-Außenlager besuchen.

Von Markus Glück. Erstellt am 01. Juli 2020 (04:43)
Die Vorbereitungen für die Radtour sind abgeschlossen.
privat

Es ist kein alltäglicher Urlaubstrip, den sich der Melker Reinhard Carda ausgesucht hat. Er möchte unter dem Motto „Gegen das Vergessen“ innerhalb von zwei Wochen alle Außenlager sowie das KZ Mauthausen mit seinem Fahrrad besuchen.

Der Start erfolgt am 3. Juli nach einer Besichtigung des KZ-Außenlagers Melk, danach folgen pro Tag Etappen im Schnitt von 100 Kilometern. Am 18. Juli will Carda dann in Mauthausen eintreffen. „Ich will die Politik wachrütteln und gegen das Vergessen der damaligen Zeit radeln. Das 75-jährige Jubiläum zum Gedenken der Befreiung Mauthausens ist dafür der richtige Anlass“, erklärt Carda.

Der Melker nimmt sich seit dem Jahr 2011 jährlich eine zweiwöchige Auszeit um mit dem Rad die Welt zu erkunden. „Ja, meine diesjährige Radfahrt ist kein All-inclusive-Trip. Ich bin aber zeitgeschichtlich interessiert und finde es wichtig, dass man sich mit dieser Thematik auseinandersetzt“, sagt Carda.

Anders als in den Jahren davor, wo nur der Start- und Endpunkt feststand, ist in diesem Jahr eine genaue Planung notwendig. Bei der rund 1.700 Kilometer langen Gedenkfahrt will sich Carda auch die Zeit nehmen, die einzelnen zeitgeschichtlichen Initiativen der Orte kennenzulernen.