Kampf dem Leerstand in der Melker Innenstadt. Ergebnis bei SP-Debatte: Bürger sorgen sich um leere Flächen der Altstadt. SPÖ präsentiert Fördermodell, VP-Stadtchef Strobl beschwichtigt: „Sind im Durchschnitt.“

Von Denise Schweiger. Erstellt am 27. Februar 2019 (06:07)
SPÖ Melk
Bei der zweiten Auflage der „Melker Gespräche“, initiiert von der Melker SP-Fraktion: Sascha Schroll, Ute Reisinger (VP), Berta Höller-Kienegger (Grüne), Jürgen Eder (SPÖ), Moderator John Haas, Thomas Heher (SPÖ) und Patrick Strobl (ÖVP; v. l.).

Mitte Jänner fanden erstmals die von der SPÖ initiierten „Melker Gespräche“ zur Situation der Altstadt statt. Wie versprochen, folgte in der Vorwoche die Präsentation der Ergebnisse. Unter den 107 Themen, die bei der ersten Veranstaltung eingebracht wurden, kristallisierten sich 17 Top-Themen heraus (siehe weiter unten).

In der Vorwoche selektierten die Teilnehmer der zweiten Auflage des Diskussionsformats erneut. Fünf Themen erwiesen sich dabei als die größten Sorgenkinder der Melker: die Leerstände, der schattenlose Hauptplatz, der „Boulevard“ sowie der Stadtsaal. Beim Event gab es dazu auch Lösungsansätze. Um etwa den Leerstand in der Stadt zu reduzieren, schlägt Innenstadt-Unternehmer Sascha Schroll ein Fördermodell vor.

Vermieter fordern zum Teil horrende Summen

„Wenn die Stadt 1.500 Euro bei Betriebsstart zusichert, ist das keine allzu hohe Budgetbelastung“, erläutert Schroll. Zudem betont er, wie wichtig es ist, mit den Vermietern zu sprechen. Oftmals scheitert der Neubezug nämlich an den Kosten: Für ein Geschäftslokal in Melk fordert mancher Vermieter rund 1.100 Euro Miete im Monat.

In dieser Thematik meldete sich auch VP-Stadtchef Patrick Strobl zu Wort: „Mir vier Leerständen befinden wir uns absolut im Durchschnitt. Die zuständige VP-Stadträtin Ute Reisinger sucht bereits den Kontakt zu den Vermietern. Wenn alles gut geht, wird eine Leerfläche noch im März belebt.“

Für SP-Stadtrat Jürgen Eder ein weiterer Beweis, dass die „Melker Gespräche“ frischen Wind in die Altstadt-Debatte bringen: „Damit haben wir die Weichen für die Zukunft unserer Innenstadt gestellt.“