200 Feuerwehrleute im Einsatz - die Polizei ermittelt. Ein Großbrand beim Rindenmulcherzeuger Empfinger in Neumarkt sorgte in der Nacht auf Montag für die höchste Brandalarmstufe bei den Feuerwehren in der Region.

Von Redaktion noen.at. Update am 08. Juli 2019 (07:15)

Knapp 200 Feuerwehrmitglieder von 14 Feuerwehren waren ausgerückt, um das Flammeninferno einzudämmen.

Entdeckt wurde das Feuer von einem Mitarbeiter der Nachtschicht während seines Rundgangs. Beim Eintreffen der Feuerwehren brannte die Produktionsstätte der Firma bereits lichterloh.

Eine besondere Herausforderung stellte für die Florianis der Gastank der Firma dar. Stundenlang waren die Kameraden damit beschäftigt, diesen zu kühlen und eine Explosion zu verhindern. Durch den starken Wind drohte das Feuer auch auf die angrenzenden Weizenfelder zu übergreifen.

Wenige Stunden vor dem Großeinsatz war die Feuerwehr bereits am Nachmittag am Firmengelände. Ein Rindenmulchhaufen hatte sich entzündet, auch einige Gebäudeteile waren bereits betroffen.

Das Feuer konnte da aber noch rasch unter Kontrolle gebracht werden. Gegenüber der NÖN betont ein Feuerwehrmann, dass es keinen Zusammenhang zwischen den beiden Bränden gibt: „Am Nachmittag war bereits Brand aus gegeben. Nach ersten Informationen wurde beim ersten Brand nichts übersehen.“

Trotz des massiven Feuerwehreinsatzes, teilweise auch mit speziellem Löschschaum, wurden die Industriehalle und die Produktionsstätte zerstört. Verletzt wurde nach ersten Angaben niemand. Die Brandursache war vorerst unbekannt.

Das Landeskriminalamt hat unterdessen die Ermittlungen zur Ursache übernommen. Bereits am Sonntag hatte es auf dem Areal einen Kleinbrand gegeben, teilte Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner mit. Vermutet werde, dass das Feuer durch den Wind erneut entfacht worden sein könnte. Sonntagmittag war ein Rindenmulchhaufen durch Selbstentzündung in Flammen gestanden. Dieses Feuer war laut Polizeiangaben gegen 14.00 Uhr gelöscht.