Schock in Basilika: So lief der Raubüberfall. Am Freitagnachmittag plünderte ein bislang unbekannter Täter die Schatzkammer der Basilika Maria Taferl. Die NÖN hat alle Infos zur Tat.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 31. Oktober 2020 (15:10)
Dank der Sicherheitskameras ist der Raubüberfall in der Schatzkammer der Basilika Maria Taferl auf Band nachzuverfolgen.
privat

Es ist Freitag, kurz vor 16 Uhr. In einer halben Stunde wird die Schatzkammer der Basilika Maria Taferl für Besucher geschlossen. In dem bunt ausgemalten Raum mit Fresken im Barockstil befinden sich nur mehr zwei Menschen: eine Frau - ehrenamtliche Mitarbeiterin der Schatzkammer - und ein Mann - ein Besucher in grauer Jogginghose und dunkler Jacke, über Mund und Nase trägt er coronakonform eine Maske. Das Telefon im Empfangsbereich der Schatzkammer klingelt - und läutet ebenso einen Raubüberfall ein.

Räuber kam mit dem Hammer auf Mitarbeiterin zu

Die Bedienstete verlässt die Schatzkammer, um den Anruf entgegenzunehmen. Plötzlich hört sie Glas zerbrechen - und schon kommt der Mann mit einem Hammer direkt auf sie zu. "Meine Frau war am anderen Ende der Leitung", berichtet Christian Schüller, Vereinsmitglied und Obmann des Pfarrkirchenrates und Betreiber des Café Schüllers unweit der Basilika. "Sie hörte zwischen den Schreien der Mitarbeiterin das Wort 'Überfall', erst dann wusste sie, was los war", schildert Schüller der NÖN. Der Mann bedrohte sie mit dem Hammer, ehe er flüchtete.

Golddukaten im Wert von rund 12.000 Euro gestohlen

"Alles ging so schnell. Wir vermuten, dass er einen Komplizen hatte, der in einem Auto auf ihn wartete", berichtet er. Dank der Videoüberwachung der Schatzkammer ist der Überfall bis ins Detail nachzuverfolgen. Aktuell fahndet die Polizei nach dem Täter, der Golddukaten im Wert von "mindestens 12.000 Euro" erbeutete, wie Schüller schätzt.

Wann das letzte Mal in die Schatzkammer eingebrochen wurde, wie es der Mitarbeiterin nach dem Überfall geht und wie die Fahndung der Exekutive läuft, lest ihr in der nächsten Ausgabe der Melker NÖN bzw. im E-Paper.