Erst Test, dann Dauerwelle: Blick in den Friseursalon. Schluss mit der „Quarantäne-Mähne“: Die Figaros sorgen wieder dafür, dass die Frisur sitzt. Der „Eintrittstest“ bringt Arbeitsaufwand für die Friseure im Bezirk.

Von Lisa Schinagl. Erstellt am 10. Februar 2021 (05:24)
Sandra Eibensteiner, Ilse Sartori, Nadine Kickinge und Silvia Rupp
Christiane Schenker Ayer

Aufatmen unter den langen Fransen und grauen Ansätzen: Nach wochenlanger Zwangsschließung sorgen die Figaros im Bezirk nun wieder dafür, dass die Frisur sitzt. Wenn auch unter gewissen Auflagen, diese gelten für alle körpernahen Dienstleister (siehe Infos ganz unten).

Neben waschen, schneiden, föhnen gehört nun auch das Überprüfen der „Eintrittstests“ zum Alltag im Salon. Werden die Friseure also jetzt auch noch zu Polizisten gemacht?

Silvia Rupp, Landesinnungsmeisterin der Friseure sowie Salonbesitzerin in Golling, sieht die neue Vorgabe als Herausforderung: „Kein Friseur kontrolliert gerne seine Kunden!“ Sie hofft auf eine baldige Änderung der Vorgaben: Antigen-Selbsttests, wie sie etwa im Schulbereich angewandt werden, könnten laut Rupp eine Option sein.

Großer Wunsch nach Bändigen der „Quarantäne-Mähne“

Die Friseurmeisterin zeigt sich gegenüber der NÖN optimistisch: „Es gibt für alles eine Lösung.“ Und obwohl der Friseurbesuch nunmehr mit größerem Aufwand verbunden ist, sei die Nachfrage nach der Bändigung der „Quarantäne-Mähne“ groß. Laufend werden neue Termine vergeben.

Im Lockdown wollte aber so manches Haar nicht unwillkürlich sprießen. Das „Pfuschen“ war vielerorts ein Thema – und laut Rupp auch kein Kavaliersdelikt. Sie hofft darauf, dass die Wiedereröffnung die Schwarzarbeit wieder eindämmt.

Beim illegalen Griff zur Friseurschere achte man schließlich wenig bis gar nicht auf die Covid-Schutzmaßnahmen – und wenn die Corona-Infektionszahlen steigen, droht erneut für alle Friseure die Schließung. „Für die Betriebe ist es schon höchste Zeit, damit sie ihren Zahlungen nachkommen können“, sagt Rupp entschieden – und appelliert an die Kunden: „Seid‘s gescheit! Unterstützt die Unternehmen!“

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