St. Leonhard: Passant rettete Mann aus Feuer. 100 Florianis löschten Brand in Diesendorf. Augenzeuge rettete Hausbewohner (82) das Leben.

Von Michael Bouda. Erstellt am 16. Februar 2021 (15:21)
Rund 100 Florianis von sechs Wehren waren am vergangenen Donnerstag bei einem Wohnhausbrand im Einsatz.
EINSATZDOKU / WAGNER

Spitz auf Knopf stand es vergangenen Donnerstagvormittag in Diesendorf - NÖN.at berichtete:

Ein Wohnhaus hatte Feuer gefangen, der Bewohner, ein 82 Jahre alter Mann, war bereits hinausgelaufen, ging dann aber noch einmal zurück in das brennende Gebäude. Ein Passant, der beim nahe gelegenen Lebensmittelgeschäft eingekauft hatte, sah den Mann noch beim Türstock der Eingangstür. Er lief in das Haus hinein und holte den Bewohner wieder heraus – er rettete ihm vermutlich das Leben.

Der 82-Jährige trug Brandverletzungen am Kopf davon und wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus Scheibbs gebracht, wo er stationär aufgenommen wurde. Unterdessen beschäftigte der Brand eine ganze Schar an Wehren.

Wohnräume brannten vollständig aus

Rund 100 Florianis aus sechs Wehren bekämpften den Brand – Diesendorf, Ruprechtshofen, St. Leonhard, Brunnwiesen, Oberndorf und Hub-Lehen. „Wohnzimmer, Küche und Vorhaus waren komplett ausgebrannt“, erzählt Mario Schmoll, Kommandant der FF Diesendorf und Einsatzleiter.

Er war mit seinen Kameraden als erstes zur Stelle gewesen. Nachdem der Hausbewohner in Sicherheit gebracht war, wurde gleich durch die Fenster mit dem Löschangriff begonnen. „Das Glas war schon zersprungen, die Flammen kamen aus den Fenstern“, schildert Schmoll. In weiterer Folge bekämpften die Atemschutztrupps von innen den Brand.

Nach rund eineinhalb Stunden konnte „Brand aus“ gegeben werden, die Florianis setzten die Suche mithilfe der Wärmebildkamera noch fort „Insbesondere mussten wir genau schauen, ob in der Holzdecke noch Glutnester waren – auch vom Dachboden aus“, erzählt Schmoll, der erst vor rund einem Monat zum neuen Diesendorfer Kommandanten gewählt wurde. „Gott sei Dank, ist alles gut gelaufen und es gab – bis auf den Hausbewohner – keine Verletzten“, war Schmoll erleichtert.

Die Ursache für den Brand konnte noch nicht festgestellt werden, laut Polizei gebe es aber keine Hinweise auf Brandstiftung.