80 Tonnen Solidarität aus dem Bezirk Melk. Nach Erdbeben in Kroatien sind Hilfsgüter aus dem Bezirk auf dem Weg.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 14. Januar 2021 (04:34)

Auf das zerstörerische Erdbeben in Kroatien Ende Dezember folgt eine Welle der Solidarität im Bezirk Melk. Kurz vor dem Jahreswechsel transportierten drei Melker Florianis Container ins Krisengebiet (die NÖN berichtete, siehe unten), jetzt machen sich gleich vier Sattelzüge und zwei Kleinbusse auf den Weg gen Süden.

Auf Initiative von Lucia Lasselsberger, Geschäftsfrau aus Pöchlarn, wurden in kürzester Zeit rund 80 Tonnen Hilfsgüter auf dem Firmengelände des Erlaufer Unternehmens Windisch gesammelt. Auch die Stadtgemeinde Melk rief zur Hilfsaktion auf: Innerhalb eines Tages langten 24 Paletten voller Sachspenden ein. Am Montag wurden die Hilfsgüter mit der Hilfe von zahlreichen Freiwilligen verladen.

Überwältigt von der Hilfsbereitschaft aus dem ganzen Bezirk zeigt sich die Organisatorin, die selbst die Fahrt nach Kroatien antritt. „Das stand von Anfang an fest, wir wollen, dass die Hilfe auch wirklich dort ankommt“, betont sie gegenüber der NÖN ein paar Stunden vor der Abfahrt.

„Meine Mitarbeiterin Natascha Ofenauer, eine gebürtige Kroatin, hat mir den Kontakt zu Vizebürgermeisterin Branka Baksic von Glina, das liegt etwa 80 Kilometer südlich von Zagreb, hergestellt. Wir werden die gespendeten Hilfsgüter in einem kleinen Bauerndorf in Stadtnähe verteilen“, erläutert Lasselsberger.

Die Firmen Gebrüder Weiss, Höfler, Wattaul und Eckl haben sich bereit erklärt, den Transport der Spenden kostenlos zu übernehmen.