Erste Schritte für neues AST-System

Erstellt am 10. August 2022 | 05:09
Lesezeit: 3 Min
Anrufsammeltaxi Screenshot
Die im Moment definierten Abholpunkte für das Anrufsammeltaxi würden eine flächendeckende, öffentliche Mobilität gewährleisten.
Foto: noe-regional
Hofamt Priel gibt als erste von zwölf geplanten Gemeinden grünes Licht. Taxidienst soll 2023 Fahrt aufnehmen.
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Ein neues Anrufsammeltaxi-System (AST) soll – sofern alles nach Plan läuft – 2023 im Südlichen Waldviertel und der Region Ybbs Fahrt aufnehmen. Die „noe-regional“ der „Verkehrsbund Ostregion“ (VOR) und die geplanten Gemeinden (siehe Infobox) haben ein entsprechendes Konzept erarbeitet. Eine Bestandsaufnahme.

So soll’s funktionieren. An im Vorfeld definierten Sammelpunkten soll es Zusteigemöglichkeiten geben. Innerhalb einer Stunde ist dann eine Abholung garantiert. Dieser Zeitraum wurde bewusst so gewählt, um möglichst viele Fahrgäste im georderten Fahrzeug unterzubringen. Durchführen sollen diese Dienste private Betreiber, die dann mit dem VOR abrechnen. Die Kosten für die Kunden orientieren sich an denen öffentlicher Verkehrsmittel. „Sollte in diesem Zeitraum ohnehin ein Nahverkehrsmittel verkehren, ist natürlich dieses zu benutzen“, erklärt der Bürgermeister von Hofamt Priel, Friedrich Buchberger (ÖVP). Seine Gemeinde ist Vorreiter bei diesem Projekt.

Grünes Licht aus Hofamt Priel. Die Umsetzung des neuen AST-Systems wurde in Hofamt Priel auch schon im Gemeinderat beschlossen. Alleine in dieser Gemeinde wurden 56 Abholstandorte fixiert. Das Projekt trägt den Namen „five4you“ – wie auch schon die Kleinregion, bestehend aus den Gemeinden Persenbeug-Gottsdorf, Hofamt Priel, St. Martin-Karlsbach, Neumarkt und Ybbs. In weiterer Folge sollen weitere Gemeinden der Region an das AST-Netz angeschlossen werden. Voraussetzung dafür ist ein positiver Gemeinderatsbeschluss. Während laut Buchberger im Großteil der Gemeinden Interesse am Öffi-Projekt besteht, signalisierte man in Ybbs bereits Ablehnung.

„Zu viele offene Fragen“. In Ybbs will man laut Stadtchefin Ulrike Schachner (SPÖ) einen alternativen Weg gehen. „Derzeit gibt es vier Varianten für das Projekt und es gibt noch kein beschlussreifes Ergebnis. Aktuell sind auch noch zu viele Fragen offen“, meint Schachner.

Positive Signale. „Das ist eine überlegenswerte Alternative“, zeigt sich etwa der Ortschef von Persenbeug-Gottsdorf, Gerhard Leeb (SPÖ), optimistisch. Auch in Artstetten-Pöbring steht man dem Projekt positiv gegenüber. „Das kann für die ländliche Region die Zukunft sein. Vielleicht braucht man dann in Zukunft kein zweites Auto mehr“, meint Bürgermeister Karl Höfer (ÖVP). Er freut sich, dass mit dem Projekt künftig die Bürgerinnen und Bürger auch ohne Auto nach Melk, Pöchlarn oder Ybbs kommen. „Sowohl für junge als auch ältere Menschen ist es eine wertvolle Möglichkeit“, glaubt Höfer. Mit beim Projekt dabei ist auch Klein-Pöchlarn. SPÖ-Ortschef Johannes Weiß: „Wir bekommen wichtige zusätzliche Zustiegspunkte im Ort und die Bevölkerung kommt leichter zu den Bahnhöfen Pöchlarn oder Melk.“

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