Große Suchaktion rund um Hürm: Wo ist Pferd „Davi“?

Das Oldenburger Pferd „Davi“ ist seit Sonntag abgängig. Die Besitzer hoffen, dass der Wallach wohlauf gefunden wird.

Erstellt am 27. Oktober 2021 | 07:03
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Seit 24. Oktober ist der 18-jährige Oldenburger-Wallach „Davi“ vermisst. Möglicherweise trägt er noch immer seine blaue Decke.
Foto: privat

Ratlosigkeit und Bestürzung herrschen derzeit bei Familie Berthold. Denn seit 24. Oktober ist ihr Oldenburger-Wallach Davignio – sein Rufname ist „Davi“ – vermisst.

Sieben Pferde waren am Sonntag aus ihrer Koppel in Pöttendorf (Hürm) ausgebrochen. „Es dürfte sie irgendetwas erschreckt haben“, erzählt Edeltraud Berthold, die Mutter von „Davis“ Besitzerin. Landtagsabgeordnete Doris Schmidl, Landwirtin aus St. Margarethen-Rammersdorf, war gerade daheim, als ihr Gatte gegen Sonntagmittag freilaufende Pferde wahrnahm. „Sie liefen im gestreckten Galopp entlang der Sierning“, erzählt sie.

Schmidl, selbst früher Pferdebesitzerin, erkannte die Gefahr. Sofort rief sie Gustav Rammel, den Besitzer des nahen Reiterhofs Wasserberg an, da sie dachte, dass die Pferde möglicherweise bei ihm entlaufen sein könnten. Doch dem war nicht so. Aber alle machten sich gemeinsam auf die Suche. „Wir fuhren mit dem Auto den Tieren hinterher“, schildert Schmidl. In Unterradl konnten sechs Vierbeiner dann, wie auch die Polizei Ober-Grafendorf bestätigt, angehalten werden. Nicht dabei war jedoch der Oldenburger-Wallach „Davi“.

Von ihm fehlt bisher jede Spur – und das, obwohl der Warmblüter 1,75 Meter Stockmaß hat. „Als ob er vom Erdboden verschluckt wäre. Es gibt keine Spurensichtungen, niemand hat ihn gesehen“, ist Berthold, die nicht ausschließt, dass „Davi“ entwendet wurde, ratlos. Zusammen mit der Feuerwehr, der Jägerschaft, mit zahlreichen Pferdefreunden und sogar unter Einsatz von Drohnen läuft die Suche – von Hürm über Bischofstetten und Zelking-Matzleinsdorf bis über die Bezirksgrenze nach St. Margarethen und Ober-Grafendorf, wofür sich die Familie „bei allen ganz herzlich bedankt“.

Bis zum Redaktionsschluss Mittwochvormittag gab es noch keinen Erfolg. „Wir hoffen auf ein Wunder, dass er auftaucht. Wenn er noch lebt, ist er sicher sehr erschöpft und liegt wahrscheinlich irgendwo. Wir hoffen, dass er wieder Kraft bekommt und sich dann auf den Weg macht, damit ihn jemand sieht“, sagt Berthold. Die Familie und die Polizei bitten um sachdienliche Hinweise.