Wachpersonal in Melker Klinik?. Arbeitsgruppe bei Landeskliniken-Holding evaluiert Maßnahmen zum Schutz von Mitarbeitern und Patienten. Meisten Fälle sind verbale Übergriffe.

Von Markus Glück. Erstellt am 06. September 2019 (06:03)
Markus Glück
Die Landeskliniken-Holding befasst sich mit der Installierung von Security-Personal im Klinikum.

Immer öfters werden Vorfälle von Aggressionen gegenüber Mitarbeitern in Krankenhäuser bekannt. Auch Patienten und Angestellte im Melker Landesklinikum berichten mittlerweile wiederholt von einzelnen Vorfällen.

Nachgefragt bei Personalvertreter Adolf Salzer, bestätigt dieser, dass der Aggressionslevel steige, da Patienten und Angehörige immer ungeduldiger werden. „Die Landeskliniken-Holding bietet für Mitarbeiter Deeskalationsschulungen an, diese helfen beim richtigen Umgang“, erzählt Salzer.

Laut der Landeskliniken-Holding ist das Melker Klinikum aber wenig von Gewalt und Diebstählen betroffen. „Im Großteil der Fälle handelt es sich um verbale Übergriffe wie Bedrohen oder Schimpfen. Die geringe Anzahl betrifft Aggression in Form von Körpereinsatz sowie Spucken“, erklärt Cornelia Bunkrad von der Unternehmenskommunikation der Landeskliniken-Holding.

Sicherheitspersonal ist Teil von Überlegung

Generell befasst sich innerhalb der Holding eine Arbeitsgruppe mit dem Thema und evaluiert mögliche Maßnahmen, um die Sicherheit für Patienten, Mitarbeiter und Besucher zu gewährleisten. Darunter fallen auch Überlegungen zum Einsatz von Sicherheitspersonal.

Aktuell werden im Falle einer Aggression im ersten Schritt Kollegen gerufen. Die von Salzer erwähnten Deeskalationsschulungen sollen dabei helfen. „Ziel der Ausbildung ist, bereits im Vorfeld eine mögliche Eskalation durch Gefahrenerkennung und verbale Deeskalation zu verhindern“, betont Bunkrad auf NÖN-Anfrage.

Kaum betroffen ist das Melker Landesklinikum aktuell von Diebstählen aus Patientenzimmern. Für die Wertsachen stehen den Patienten persönliche Safes in den Zimmern zur Verfügung.