Erlaufer Friedenstage: Die Russen kommen. Die Erlaufer Friedenstage stehen 2020 ganz im Zeichen des Kriegsendes vor 75 Jahren. Die russische Botschaft besucht Festakt, Antwort aus Amerika steht noch aus.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 13. Februar 2020 (05:13)
Der geschichtsträchtige Handschlagzwischen Dmitri Dritschkin undStanley Reinhartin Erlauf besiegelte den Waffenstillstand. Seit 1965 werden die Friedenstage in Erlauf organisiert.
ERLAUF ERINNERT

Am 9. Mai 2020 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 75. Mal. Im Jahr 1945 schrieb die kleine Gemeinde Erlauf große Geschichte: Im heutigen Gemeindeamt reichten sich der russische Generalmajor Dmitri Dritschkin und der US-General Stanley Reinhart die Hand. Waffenstillstand. Der Krieg war vorbei.

Das 75. Jubiläum dieses historischen Ereignisses will man in Erlauf gebührend feiern. Derzeit befindet man sich in den Vorbereitungen. Und jetzt schon hat VP-Gemeinderat und Mit-Organisator Michael Schrabauer Grund zur Freude: Die russische Botschaft hat angekündigt, dem Festakt beizuwohnen.

Bis zuletzt war Schrabauer skeptisch, ist doch der 9. Mai einer der wichtigsten Feiertage Russlands. Präsident Wladimir Putin lädt am „Tag des Sieges“ traditionell nach Russland. „Es freut mich sehr, dass das klappt. Die amerikanische Botschaft haben wir auch eingeladen, da steht die Antwort noch aus“, informiert Schrabauer.

Das Programm der Erlaufer Friedenstage erstreckt sich auf drei Tage. Am Freitag, 8. Mai, steht das traditionelle Event „Whiskey, Wodka und Veltliner“ an. Am nächsten Tag findet gegen 15 Uhr der Festakt am Marktplatz statt. An diesem Tag werden auch die Teilnehmer eines Erasmus-Projektes rund um das Thema Kriegsende und Frieden präsentieren.

„Studierende aus Kroatien, Italien, Deutschland und Österreich sind dabei involviert. Danach gibt es einen gemütlichen Ausklang“, erläutert Schrabauer gegenüber der NÖN. Am Sonntag, 10. Mai, unterhält der Dörferchor bei einem Konzert in der Kirche.