„Aktion scharf“ gegen Drogenszene in Ybbs. Nachmittags bekam Jugendlicher auf Donaulände „Magic Mushrooms“ und Ritalin angeboten. Sein Vater alarmierte Polizei, die von erhöhter Suchtgiftproblematik spricht.

Von Markus Glück. Erstellt am 03. März 2021 (05:48)
Symbolbild
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Es passierte am helllichten Tag auf der Ybbser Donaulände. Dem Sohn von Apotheker Florian Luks wurde im Bereich der Donaulodge von Unbekannten „Magic Mushrooms“ sowie das Suchtgift-Medikament Ritalin angeboten. Luks informierte die Polizei und machte den Vorfall auf Facebook publik.

Luks selbst ist öfters im gesamten Stadtgebiet mit seinem Vierbeiner unterwegs und machte dabei vor allem in den Abendstunden ungewohnte Beobachtungen: „Es gibt in manchen Be reichen Treffen von Jugendlichen, wo ein eindeutiger Geruch zu vernehmen ist.“

Der Polizei sind die aktuellen Probleme mit Suchtgift im Stadtgebiet bekannt. Von einem Drogenhotspot Ybbs will Oberklammer nicht sprechen, allerdings: „Die Suchtgiftproblematik hat sich stark erhöht.“

Aufgrund der Diskotheken im Bermuda-Dreieck gab es in Ybbs in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme mit Drogen. „Aktuell fällt es auf, da die Diskotheken geschlossen haben und sich die Dealer andere Plätze suchen“, meint Chefinspektor Herbert Oberklammer.

Sorgen bereitet dem Chefinspektor aber, dass es dabei meist harte Drogen sind, die angeboten werden. Oberklammer ist aber zuversichtlich, dass die Lage bald wieder im Griff ist: „Wir haben einen spitzen Suchtgiftbeamten in unseren Reihen, der ein verstärktes Auge darauf hat.“ Nach dem Vorfall mit einem Drogenlenker in Schönbühel-Aggsbach (wir hatten berichtet) kündigt Oberklammer zudem verstärkte Kontrolle im gesamten Bezirk an.

Der Sache angenommen hat sich auch SPÖ-Bürgermeisterin Ulrike Schachner. Noch am Montag gab es zwischen Stadtgemeinde und Polizei ein Treffen, um die aktuelle Lage zu besprechen. „Wir müssen dahinter sein, das Problem gemeinsam mit der Polizei rasch in den Griff zu bekommen“, betont Schachner.