Simon Zeitlhofer löst EM-Ticket. Simon Zeitlhofer vom NFKC Ybbs vertritt Österreich in Krakau. Den ECA-Cup beendete er auf Rang drei.

Von Michael Bouda. Erstellt am 16. September 2020 (01:06)
Im von der Weichsel abgezweigten künstlichen Wildwasserkanal bewies Simon Zeitlhofer bereits im Rahmen des ECA-Cups sein Können. Anfang Oktober fährt er neuerlich nach Krakau – zur Junioren-Europameisterschaft im Wildwasser-Slalom.
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Jubel bei den Ybbser Kanufahrern! Simon Zeitlhofer hat sich für die Junioren-Europameisterschaft im polnischen Krakau qualifiziert und wird damit als einer von sechs Paddlern Österreich vertreten. „Das ist definitiv das ultimative Highlight“, strahlt Vater Gerhard Zeitlhofer mit Blick auf das Wildwasser-Slalom-Großevent, das von 1. bis 4. Oktober steigt.

Der 15-jährige NFKC-Ybbs-Athlet wurde aufgrund seiner konstant guten Leistungen in diesem Jahr nominiert und bildet zusammen mit Pauli Preisl und Moritz Kremslehner die dreiköpfige Juniorenauswahl (U18). Ebenfalls drei österreichische Fahrer treten bei den U23-Rennen an.

Mit der europäischen Elite als Konkurrenz wird es laut Gerhard Zeitlhofer „sehr schwierig“: „Die Latte liegt sehr, sehr hoch.“ Das große Ziel für den Einzelbewerb ist es, die Qualifikation zu überstehen und ins Semifinale einzuziehen. Höher gesteckt sind die Ziele für den Mannschaftsbewerb. Zusammen mit Preisl und Kremslehner soll der Sprung ins Finale geschafft werden.

„Topergebnis“ auf europäischer Ebene

Und die Vorzeichen dafür stehen gut: Preisl, Kremslehner und Zeitlhofer kennen einander bereits bestens aus dem ECA-Cup. Diesen schlossen die drei in der Kategorie Männlich U16 auf den Rängen eins bis drei ab und sorgten damit bei insgesamt 60 europäischen Fahrern für einen österreichischen Dreifacherfolg. Der dritte Platz für Zeitlhofer ist für den Vater ein Grund zur Freude: „Es war das erste Jahr, in dem Simon in der U16 mitgefahren ist – der dritte Platz ist ein Topergebnis.“

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Der Ybbser bestritt alle acht Rennen in Slowenien, Österreich, Tschechien und Polen. Mit einem fünften und einem achten Rang bei den beiden letzten Rennen in Krakau fixierte Zeitlhofer schließlich den dritten Rang im Gesamtklassement. Gute Vorzeichen für die Junioren-EM, wenn der 15-Jährige nach Krakau zurückkehrt, um im Wasser der Weichsel erneut sein Talent zu zeigen. „Simon ist jetzt 15 Jahre alt. Damit ist es das erste Jahr, in dem er überhaupt bei der Junioren-EM teilnehmen darf. Und dann hat er es gleich geschafft“, ist Vater Gerhard Zeitlhofer stolz.