Rätsellösen für guten Zweck in der Region Ybbs. Auch Corona konnte die Teilnehmer der diesjährigen Kolbentrophy nicht stoppen. 700 Kilometer und 71 Rätsel im Rückspiegel.

Von Viktoria Obruca. Erstellt am 12. September 2021 (06:24)

Immer mit der Ruhe, der Weg ist das Ziel. So zumindest bei der Kolbentrophy Rätsel-Rallye, denn dabei handelt es sich nicht um ein Geschwindigkeitsrennen. Im Vordergrund stehen Teamwork, soziales Engagement – und ein möglichst heruntergekommenes Fahrzeug.

„Die Bewertung beruht auf zwei Säulen: Zum einen wird das Auto bewertet. Zum anderen müssen die Teams ihr Können bei der Bewältigung verschiedener Aufgaben unter Beweis stellen“, erklärt Mario Schlemmer, Organisator der Kolbentrophy. Insgesamt 71 Rätsel galt es innerhalb von 72 Stunden auf einer Strecke von 700 Kilometern zu lösen und dabei Österreichs „Lost Places“ zu entdecken. Ihre Route wählten die teilnehmenden Teams aufgrund vorgegebener Etappenziele selbst, nur die Autobahn ist tabu.

„Mit einem Teil des Geldes wird ein Kinderheim unterstützt, mit dem anderen ein Ausflug des Sozialpädagogischen Zentrums Schauboden ermöglicht.“ Mario Schlemmer

Der Startschuss fiel am vergangenen Donnerstag in Amstetten. 30 hoch motivierte Teams in den verschiedensten Schrottautos starteten in Richtung des ersten Etappenziels Wieselburg. Über Freistadt und Bad Goisern führte der Weg schließlich nach Ybbs an der Donau, wo vergangenen Samstag die Siegerehrung stattfand. Das Team „Taxi Orange“ gewann die Autowertung, über den Gesamtsieg freuten sich aber „Die Matzlinger“. Da es sich bei der Kolbentrophy um ein Charity-Event handelt, darf auch das soziale Engagement nicht zu kurz kommen.

Der Blindenmarkter ÖVP-Bürgermeister Franz Wurzer und der Ybbser Maximahl-Wirt Markus Dienstbier stellten dafür einen Geschenkkorb und einen All-you-can-eat-Gutschein für 15 Personen zur Verfügung, die versteigert werden konnten. „Mit einem Teil des erzielten Betrages und weiteren Spenden verschiedener Sponsoren wird das Kinderheim ‚Stern der Hoffnung‘ in Rumänien unterstützt. Mit dem anderen Teil wird ein Ausflug der Kinder und Jugendlichen des Sozialpädagogischen Zentrums Schauboden in den Tiergarten Schönbrunn ermöglicht“, informiert Schlemmer.