Kaserne: Planungen laufen – Baustart offen. MELK / Die Einsparungsmaßnahmen der Regierung verzögern weiterhin den schon für 2013 geplanten Ausbau der Biragokaserne.

Von Walter Fahrnberger. Erstellt am 04. März 2014 (23:59)
NOEN, Foto: Fahrnberger/Archiv
Die Melker Pioniere blicken in Bezug auf den Kasernenausbau nach wie vor in eine ungewisse Zukunft. Entsprechend ist bei der Truppe auch die Motivation im Keller, wie Bataillonskommandant Reinhard Koller betont.
Von Walter Fahrnberger

Nachdem nun bekannt wurde, dass das Bundesheer österreichweit 42,5 Mio. Euro einsparen muss, steigt auch in Melk wieder die Verunsicherung, ob der geplante 25 Millionen teure Ausbau der Birago-Kaserne realisiert wird.

Denn obwohl Generalleutnant Christian Segur-Cavanac (kurz vor seiner Pensionierung) bei der 100-Jahr-Feier der Melker Pioniere im Mai des Vorjahres betont hat, dass der Baubeginn noch 2013 erfolgen würde, ist bis dato nichts geschehen. Auf NÖN-Anfrage hat nun das Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass „die Planungen zum Ausbau sichergestellt sind und noch heuer abgeschlossen werden“. So weit so gut. Aber, so heißt es im Antwortschreiben weiter: „Wie rasch es zu einer Umsetzung kommen kann, ist von der Freigabe der finanziellen Mittel abhängig.“

 

NOEN, Foto: Fahrnberger/Archiv
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Frage muss im Finanzministerium entschieden werden

Deshalb traut sich NÖ-Militärkommandant Rudolf Striedinger im NÖN-Gespräch auch keine Prognose für den Baustart abzugeben. „Wir können planen bis zum Umfallen. Entscheidend für den Beginn des Ausbaus ist, ob wir auch in den kommenden Jahren Geld verlieren werden oder nicht. Denn sollten auch in Zukunft jährlich jeweils 50 Mio. Euro eingespart werden müssen, wird es schwierig für das 25 Millionen Euro teure Projekt in Melk“, betont Striedinger. Diese entscheidende Frage muss im Finanzministerium entschieden werden. Und zwar schon sehr bald bei der Budgeterstellung.

Für die Melker heißt es weiter warten: „Die Motivation im gesamten Kader ist am Boden. Ich hoffe, wir erfahren endlich mehr bei der Kommandantenbesprechung in Salzburg am 13. März“, sagt Kasernen-Kommandant Oberst Reinhard Koller.