Mit dem Smartphone am Senioren-Stammtisch. In Kirnberg stieg der erste „Handy-Stammtisch“. Senioren soll der Umstieg auf ein Smartphone erleichtert werden.

Von Michael Bouda. Erstellt am 20. September 2020 (05:55)
14 Senioren konnte Walter Pitterle beim ersten „Handy-Stammtisch“ im Gasthaus Griessler in Kirnberg begrüßen.
Seniorenbund

Ein großes Display statt Tasten, Wischen statt Drücken und gefühlt unendlich mehr Möglichkeiten: Das Smartphone hat das Tastenhandy weitestgehend abgelöst, die ältere Generation ist allerdings jene, die noch am wenigsten Gebrauch von den neuen Technologien macht.

Das will Walter Pitterle ändern. Der Obmann des Kirnberger Seniorenbundes veranstaltete in seinem Heimatort den ersten „Handy-Stammtisch für Senioren“. „Wir bezeichnen es absichtlich etwas lockerer als ‚Stammtisch‘, weil es keine Schulung sein soll, sondern ein Zusammensitzen mit Erklärungen und Beschreibungen auf lockere und nette Art“, schildert Pitterle im Gespräch mit der NÖN.

Beim Debüt standen die grundsätzlichen Unterschiede zwischen Tastenhandys und Smartphones im Fokus und mit Google Maps wurde der erste Ausflug ins Internet gemacht. „Wenn man zum Beispiel in der Stadt ist und zwei Arzttermine hat, man aber nicht weiß, wo sich der zweite Arzt genau befindet, kann einem das Smartphone den Weg ansagen“, streicht Pitterle einen Vorteil heraus.

14 anstatt ursprünglich acht angemeldeter Senioren kamen zum ersten „Handy-Stammtisch“. „Er ist wirklich sehr gut angekommen“, freut sich Pitterle, der auch gleich die Verantwortung für den gesamten Bezirk Melk übernommen hat. „Wir sind dabei, weitere Stammtische zu organisieren – eventuell auch eine größere Veranstaltung in Melk“, sagt Pitterle.