Bild wie bei einer Schutzgruppe. Raimund Bauer über die neue 2. Klasse Alpenvorland.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 26. Juni 2018 (05:00)

Die neue Einteilung der 2. Klassen sorgte bei den betroffenen Funktionären für Stirnrunzeln. Beim ersten Entwurf sahen sich die Klubs mit Auswärtsfahrten von bis zu eineinhalb Stunden konfrontiert. Der Protest in der Hauptgruppe West ließ nicht lange auf sich warten.

Denn für die Klubs zählen die regionalen Duelle. Nachbarschaftsduelle bringen mehr Zuseher und steigern auch die Attraktivität. Bei einem Duell zwischen Neumarkt und Hohenberg fehlt bei der Anhängerschaft jeglicher Bezug. Daher sind die Einsprüche auch vonseiten der Vereine nachvollziehbar.

Der Verband reagierte positiv und brachte eine komplett neue Einteilung heraus, in der die 2. Klasse Alpenvorland nur mehr aus acht Vereinen besteht. Dabei werden die Teams insgesamt vier Mal aufeinandertreffen. Somit ist der Verband den Klubs in gewisser Weise entgegengekommen. Aus anderer Sicht wirken acht Klubs in einer Klasse wie eine eigens errichtete Schutzgruppe. Und spätestens nach dem zweiten Duell gegeneinander hat auch ein Derby seine besondere Anziehungskraft verloren.

In der Bundesliga wurde diesen Abnützungserscheinungen mit der neuen Reform für die ersten beiden Ligen entgegengewirkt. Doch bei den Amateurklubs ticken die Uhren offenbar anders.