Die Fortsetzung des Kilber Wegs. Über Matthias Trattner als neuer Coach beim SCU Kilb.

Von Michael Bouda. Erstellt am 24. April 2019 (08:33)

29 Jahre jung, noch keine Erfahrung als Kampfmannschaftstrainer. Und doch wird Matthias Trattner ab dem Sommer Landesliga-Coach, übernimmt beim SCU Kilb das Ruder. Dabei hatte es etliche andere Kandidaten gegeben, Kandidaten mit reichlich Erfahrung. Eine durchwegs mutige, eine kühne Entscheidung. Und doch eine, die nachvollziehbar ist.

Denn es ist die konsequente Fortführung des Kilber Wegs. Schon mit Dietmar Wieser setzte der SCU auf einen Trainer, der Klub wie Mannschaft lange gekannt, früher selbst das Kilber Dress getragen hatte. Unter Wieser avancierte Kilb zum besten Verein des Bezirks, stieg in die 1. Landesliga auf. Mit „Metti“ Trattner könnte die Erfolgsgeschichte, Kilb den Kilbern zu überlassen, um ein weiteres Kapitel ergänzt werden.

Trattner kennt nicht nur die aktuelle Mannschaft – viele frühere Mitspieler – bestens, sondern auch die nächste Generation an Spielern aus der Region. Teile davon begleitete er über zehn Jahre als Coach, zuletzt agierte er als Nachwuchsleiter.

Kilb den Kilbern – so könnte sich der Kilber Weg zusammenfassen lassen. Trattner fehlt es auf dem Papier vielleicht an Erfahrung. Was möglich ist, wenn man seinen Verein, seine Spieler so gut kennt, hat aber bereits Dietmar Wieser bewiesen.