Ehrgeiz und Inklusion. über die Teilnahme Josef Rieglers bei den Paralympics.

Von Michael Bouda. Erstellt am 16. Juni 2021 (02:41)

Ein Texingtaler in Tokyo! Der Rollstuhltennisspieler Josef Riegler wird Österreich bei den Paralympischen Spielen in Japan vertreten. Rieglers Geschichte ist eine bemerkenswerte. Und sie zeigt das inklusive Potenzial von Sport.

Inklusion bedeutet die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben. Sie ist eng mit dem „sozialen Modell“ von Behinderung verknüpft, nach dem die Behinderung nicht durch die Beeinträchtigung, sondern durch den gesellschaftlichen Umgang entsteht.

Seit seinem 27. Lebensjahr ist Riegler querschnittsgelähmt und auf einen Rollstuhl angewiesen. In den Reha-Zeiten kristallisierte sich Rollstuhltennis als „sein“ Sport heraus. Auch durch das Training mit vielen Menschen, die selbst nicht im Rollstuhl sitzen, ist der heute 46-Jährige neunfacher Staatsmeister und derzeit der drittbeste Rollstuhltennisspieler Österreichs.

Er schlägt für den UTC Texingtal in der „normalen“ Kreisliga-Meisterschaft auf. Und nun steht mit Tokyo das vorläufige Highlight vor der Tür. Rieglers Geschichte zeigt, was mit viel Ehrgeiz möglich ist – und wie Inklusion funktionieren kann, damit die Beeinträchtigung nicht zur Behinderung wird.