Erstellt am 17. Januar 2017, 05:00

von Raimund Bauer

Fehde fordert erstes Opfer. Raimund Bauer über den Rückzug des Leru-Teams-2 aus Melk.

Wie der Phönix aus der Asche stieg 2006 das erste Rallycross-Event am Melker Wachauring empor. Erstmaliger Veranstalter: das Leru-Team-2 gemeinsam mit Jürgen Weiß. Zehn Jahre später zieht das Veranstaltungsteam weiter.

Als Hauptgrund gilt der finanzielle Aspekt. Sponsoren für ein Spektakel in der Größenordnung zu finden, gestaltet sich aufgrund der wirtschaftlichen Lage schwierig. Doch die letzten Funken für einen Großbrand waren die Hindernisse abseits der sportlichen Durchführung. Dies gipfelte sogar in einer Anzeige wegen einer Plakatierung. Die Klage wurde abgewiesen.

Auch die Anschuldigung wegen Lärmbelästigung ging nicht spurlos am Leru-Team-2 vorbei. Die Zusammenarbeit mit der Stadt funktionierte zu Beginn ohne Probleme. Warum nicht: Denn das Event brachte auch der Stadt Einnahmen. Auch der Versuch, sich aus der Fehde zwischen den Befürwortern und Gegnern des Wachaurings herauszuhalten, funktionierte nicht. Als Betreiber eines Motorsportevents hing der Rallycross-Verein genauso drin.

Diese Fehde fordert nun sein erstes Opfer. So konsequent sich das Leru-Team-2 mit Jürgen Weiß bei den Veranstaltungen präsentierte, so konsequent erfolgt jetzt auch der Rückzug vom Wachauring.