Galgenhumor für Enttäuschung. Über Kilbs Pleite im Cup, die am Ende zu verkraften ist.

Von Michael Bouda. Erstellt am 12. Juni 2019 (02:38)

Bitter war es allemal. Gegen Krummnußbaum, Grein, Rabenstein und Großkrut hatten sich die Kilber als Aufsteiger aus der 2. Landesliga West im Admiral-NÖ-Meistercup durchgesetzt. Und nicht nur der Finaleinzug war das erklärte Ziel – vielleicht zu Hause Rapid oder die Austria zu empfangen, stand ganz oben auf der Liste des SCU.

Im Finale kam es anders: Gloggnitz war am Ende nicht zu biegen. Der Unmut darüber? Verständlich. Dass man der vergebenen Chance nicht hinterherweint? Ebenso! Denn das primäre Ziel des Aufsteigers war der Verbleib in Niederösterreichs höchster Spielklasse. Und das Erreichen dieses Ziels ließ unangenehm lange auf sich warten. Zu viele, zum Teil unglückliche Pleiten und dann drei sieglose Runden in der Mitte des Frühjahrs machten es noch einmal spannend. Spätestens mit dem 3:1-Sieg über Kottingbrunn drei Spiele vor Schluss war die Mission Klassenerhalt dann aber erfüllt.

Die lange Saison hatte bei den Kilbern personell und konditionell Spuren hinterlassen. Im Endeffekt setzte man die Kräfte aber jeweils zum richtigen Zeitpunkt frei. Auch wenn der Cup-Sieg nach dem Klassenerhalt nicht mehr drinnen war: Wäre es umgekehrt gewesen, hätte sich nicht die Enttäuschung, sondern der Galgenhumor in Grenzen gehalten.