Balotelli würde sich wohlfühlen. Über Rassismus auf und neben dem Fußballplatz.

Von Michael Bouda. Erstellt am 14. Januar 2020 (03:51)

Von Bananen, die auf das Spielfeld geworfen werden, bis zu „Affenrufen“, wenn ein Spieler mit dunklerer Hautfarbe am Ball ist: Rassismus ist auf den Fußballplätzen Europas nach wie vor ein Thema. Und wenn der Fremdenhass Starspieler wie Mario Balotelli erreicht, sorgt das international für Schlagzeilen.

Was bei den Profis in den höchsten Ligen verurteilt wird, spiegelt sich in den Amateurklassen des Melker Bezirks aber kaum wider. Zumindest nicht mehr. Und das, obwohl gerade der ländliche Raum, und davon gibt es im Bezirk Melk viel, den Ruf hat, „Fremden“ vielleicht nicht so aufgeschlossen zu sein wie urbane Gebiete.

Dass die NÖN-Recherchen ergeben haben, dass Rassismus am und um den Fußballplatz im Bezirk Melk keine nennenswerte Rolle spielt, ist höchst erfreulich. Denn am Ende sollte gerade beim Sport die Leistung zählen – und nicht der möglicherweise exotisch anmutende Name oder die Hautfarbe eines Spielers. Zumal im Amateurbereich oft insbesondere die Legionäre aus anderen Ländern zu den Leistungsträgern der Vereine zählen.

Diskriminierung darf im Fußball keinen Platz haben. Und im Bezirk Melk hat sie das nicht. Mario Balotelli würde sich wohlfühlen.