Bei Rücktritt Größe bewiesen. Raimund Bauer über den Abgang von Trainer Harald Schagerl beim USC Mank.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 29. August 2017 (05:00)

Die dritte Ära als Trainer beim USC Mank ist für Harald Schagerl beendet. Der gebürtige Manker zog nach den letzten Spielen den Schlussstrich. Wie schon in Zeiten der 2. Landesliga West nahm Schagerl selbst den Hut.

Damals lag der USC im Herbst abgeschlagen auf dem letzten Platz. Obwohl die Verantwortlichen das Vertrauen weiterhin in den Coach setzten, trat Schagerl zurück. Auch dieses Mal zog der Trainer die Konsequenzen aus der bisherigen Niederlagenserie. Wobei bei diesem Rücktritt auch andere Gründe mitspielten. Die dünne Kaderdecke an Kampfmannschaftsspielern und Verletzungen. Zuletzt die auch laut Schagerl fehlende Einstellung mancher Akteure. Alles ließ den Unmut beim Trainer anwachsen, sodass der Rücktritt die letzte logische Konsequenz war.

Schlammschlachten beim Rücktritt blieben aber aus. Langjährige Freundschaften mit den Funktionären bleiben erhalten. Somit hat der 51-Jährige auch beim Abgang Stil bewiesen und auch den Zeitpunkt, wenn auch früh in der Saison, richtig gewählt. Denn ein Trainer, der nicht mehr überzeugt ist von seinem Team, kann nicht mehr die volle Kraft weitergeben. Und diese wird jetzt beim USC dringend benötigt, um nicht den Gang in die 2. Klasse antreten zu müssen.