Die Not zur Tugend gemacht. Über die Entwicklung im Nachwuchsfußball.

Von Michael Bouda. Erstellt am 21. Mai 2019 (01:02)

Erfolge in der Kampfmannschaft sind die Währung, mit der im Amateurfußball in erster Linie gezahlt wird. Wie nachhaltig diese Erfolge sind, hängt aber davon ab, was sich abseits der vollen Tribünen am Matchtag abspielt: von den unzähligen Stunden, die ein Verein in die Nachwuchsarbeit investiert.

Der Aufwand ist enorm. Alleine beim SC Melk wirken 18 Nachwuchstrainer, in Ybbs 16 und in Kilb neun – ohne jene im Rahmen der NSG Alpenvorland. Doch es ist ein Aufwand, der sich lohnt. Je mehr Kinder den Weg zu den Vereinen finden, desto mehr Spieler können an die Kampfmannschaft oder sogar noch höhere Aufgaben herangeführt werden. Nachwuchsspieler wiederum beginnen oft selbst damit, als Trainer die jüngere Generation auszubilden. Ein sich fortspinnendes Rad, das für einen funktionierenden Fußballklub auf lange Sicht lebensnotwendig ist.

Kooperationen, beispielsweise in Form von Spielgemeinschaften, bündeln in Zeiten geringeren Zulaufs die Kräfte und führen zu einer Win-win-Situation: Der Nachwuchs erhält die bestmögliche Ausbildung und die kooperierenden Vereine sorgen gegenseitig für die Zukunft vor. Ein Miteinander, das notwendig geworden und gleichzeitig ein Schritt nach vorn ist. Kilb, Melk und Ybbs haben die Not zur Tugend gemacht.