Melk

Erstellt am 13. November 2018, 05:00

von Markus Glück

Die Zwickmühle für die Grünen. Markus Glück über das Miteinander und seine Tücken.

Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren. Getreu diesem Motto rufen die Grünen zum Kampf gegen den geplanten Jungbunzlauer-Bau. Zuletzt im Melker Gemeinderat. Und da offenbarte sich etwas, was von Oppositionsparteien bereits öfters kritisiert wurde. Die VP-Mehrheitspartei schenkt dem Anliegen der vermeintlich „Kleinen“ wenig Gehör.

Denn während die SPÖ über den Dringlichkeitsantrag der Grünen zum Thema Jungbunzlauer zumindest debattieren wollte, wischte ihn die ÖVP mit teils hanebüchenen Aussagen („In Linz stören mich die VOEST-Werke auch nicht.“) vom Tisch. Diskussion unerwünscht, da laut ÖVP die Stadt ohnedies nicht betroffen sei – zumindest vorerst. Für Grünen-Chefin Schneck ein Schlüsselmoment im viel zitierten Miteinander.

Doch wirklich aus können die Grünen, ebenso wie die SPÖ, nicht: Schert man beim Miteinander aus, steht man bereits vor dem nächsten Wahlkampf als „Streithansl-Partei“ da – und das will bekanntlich niemand.