Ein Affront für die Bürger. Markus Glück über die Altstadt-Diskussion in Melk.

Von Markus Glück. Erstellt am 15. Januar 2019 (04:00)

Ein vorgelesenes Statement von Melks Bürgermeister Patrick Strobl war alles, was der zuständige VP-Stadtrat Peter Rath bei der Altstadt-Diskussion der SPÖ beitrug. Nur wenige Minuten danach verließ er in Richtung Neujahrsempfang der Stadträte und dem Stift den Saal. Ein Affront für viele anwesende Unternehmer, bei denen Rath bereits in der Kritik steht: Sie vermissen seit Langem seine Unterstützung.

Ja, es war nicht nur VP-Klientel im Saal, aber gerade das wäre für die ÖVP die Chance gewesen, neue Ideen zu sammeln und nicht im eigenen Saft zu schmoren. Zudem sollten die Alarmglocken schrillen, wenn teils „tiefschwarze“ Unternehmer bei der SP auf Hilfe hoffen. Ein eigens abgestellter VP-Mandatar, der an Patrick Strobl während des Events einen Lagebericht simst, wird dafür zu wenig sein.

Für die SPÖ ist die Debatte ein aufgelegter Elfmeter, aber nur, wenn sie den Ball tatsächlich auch verwertet. Von Ankündigungen alleine haben die Melker nämlich genug. Sie wollen endlich Verbesserungen.