Ein Coup auf lange Sicht. Über die Top-Verpflichtung ASK Loosdorf.

Von Michael Bouda. Erstellt am 08. Oktober 2019 (05:00)

Gut ein Jahr hat Hans-Christian Wieland den ASK Loosdorf trainiert. Keine leichte, aber auch keine erfolglose Zeit. Dass der 1.-Klasse-West/Mitte-Klub das Angebot des Rücktritts sofort angenommen hat, war überraschend, aus Klubsicht aber auch nachvollziehbar.

Vor allem vor dem Hintergrund der Beziehungen von Sektionsleiter Lukas Weinerer. Denn dieser hat mit seiner Vergangenheit beim SCU Kilb nun einen wahren Transfercoup eingefädelt. Muamer Dedic, der bereits Kilb in die Landesliga geführt und Regionalligaerfahrung hat, übernimmt nun – in der 1. Klasse.

Es ist ein Trainerwechsel, der in die Zukunft gerichtet ist. Die verjüngte ASK-Mannschaft soll zusammengehalten werden, die eigenen Talente sollen in Loosdorf bleiben. Da kann die Verpflichtung eines derart hochdekorierten Trainers wie Dedic genau der richtige Anstoß sein.

Der Titel, in den vergangenen Jahren immer das Ziel beim ASK, ist für die laufende Saison kein Thema. Viel mehr geht es Dedic und den Klubverantwortlichen darum, die Spieler weiterzuentwickeln und weiterhin hauptsächlich mit „Eigenen“ zu spielen. Ein Weg, den man auf längere Sicht gemeinsam beschreiten will. Mit Dedic absolut ein gangbarer Weg.