Ein Deal mit Risikopotenzial. Über die neue politische Führung in Marbach.

Von Markus Glück. Erstellt am 25. Februar 2020 (04:23)

Die Befürchtungen vom Wahlabend haben sich für die Marbacher SPÖ bestätigt. Erstmals regiert künftig ein VP-Bürgermeister den Ort. Ein Bald-Ortschef, der bis zum Wahlabend nie große Ambitionen auf das Amt hatte. Auch wenn es offiziell anders klingt: Es war der Druck der eigenen Partei, der Grafeneder den riskanten Deal eingehen ließ. Riskant ist der Deal nämlich allemal. Nicht nur, dass die Koalition nur ein Mandat Vorsprung hat, ist die FPÖ die große Unbekannte.

Bei der SPÖ scheiterte man einmal mehr am Verhandlungsgeschick. Wer die Gespräche mit der FPÖ, auch aufgrund persönlicher Kränkungen, verweigert, darf sich am Ende nicht wundern, auf der Oppositionsbank zu landen. Wohin der Weg geht, musste spätestens beim Gespräch mit der ÖVP bewusst gewesen sein - nach knapp 20 Minuten war es nämlich auch schon wieder vorbei. Und die Zukunft? Die ist in Marbach jetzt schwarz, ob sie wieder rot wird, hängt vom Verhalten der jetzt handelnden Personen ab.