Ein ehrenwerter Schritt zurück. Über den neuen Weg beim FC Leonhofen.

Von Michael Bouda. Erstellt am 03. Dezember 2019 (01:45)

Lieber den Spatz in der Hand als die Taube am Dach. Im Fall des neuen FC-Leonhofen-Coachs Manuel Zeilhofer anders ausgedrückt: lieber einen sicheren Sitz in der 1. Klasse West/Mitte als einen wackelnden Stuhl in der Landesliga. Könnte man zumindest meinen.

Der 32-Jährige hat namhafte Klubs wie den Wiener Sport-Club oder die Vienna auf seiner Visitenkarte stehen. Dort war er freilich nur im dritten oder vierten Glied. Beim Traditionsverein SC Herzogenburg schnupperte er in der 2. Landesliga ab dem Sommer das erste Mal Kampfmannschaftstrainerluft. Der Erfolg blieb allerdings aus, was aber auch an der langen Verletztenliste lag. Und auch nach der Trennung von Zeilhofer kratzten die Herzogenburger nicht mehr die Kurve.

Nun beginnt der junge, als akribisch und motiviert geltende Trainer neu – in der 1. Klasse West/Mitte. Für den FC Leonhofen ein dicker Fisch, den man da an Land gezogen hat. Und für Zeilhofer ist es die Chance, sich im Kampfmannschaftstrainergeschäft zu beweisen und jene Ideen umzusetzen, die in Herzogenburg nicht funktionierten. Immerhin steht nichts Geringeres als der Klassenerhalt auf dem Frühjahrsprogramm.

Auf dem Papier mag es für Zeilhofer ein Schritt zurück sein. Einer jedoch, der mit zwei Schritten nach vor belohnt werden könnte.