Ein geschenkter Joker aus Melk. Über das neue Kapitel in der Causa Jungbunzlauer.

Von NÖN Redaktion und Denise Schweiger. Erstellt am 07. Oktober 2020 (02:21)

Wer gedacht hätte, dass sich das „Buch Jungbunzlauer“ mit der UVP-Verhandlung dem Ende neigt, wurde eines besseren belehrt. Die UVP ist lediglich ein Kapitel in der scheinbar unendlichen Geschichte um das geplante Zitronensäurewerk.

Ein Lichtblick bei der Verhandlung: Sachverständiger Bruno Sternad, der faktenbasiert den Bau hinterfragte. Dass das Werk kommen wird, stellt wohl niemand mehr infrage. Die Projektgegner sollten also ihren Eifer in die Mitgestaltung des Firmenareals legen. Sternad lieferte wichtige Anhaltspunkte dafür. Und dass, obwohl ihn mit Melk ausgerechnet jene Gemeinde ins Boot holte, die im Vergleich zu Leiben, Zelking-Matzleinsdorf und Pöchlarn am wenigsten betroffen ist. Von Sternads Expertise profitieren nun auch die besorgten Bürger, deren politische Vertreter nicht aktiv wurden. Mit dem Joker sollte sich aber nicht Melks Stadtchef Strobl rühmen, Sternads Anwesenheit ist nämlich der Beharrlichkeit der Melker Grünen zu verdanken.