Erstellt am 05. Juni 2018, 05:00

von Markus Glück

Ein trauriges Bild der Politik. Markus Glück über die Aussagen von FP-Landesrat Gottfried Waldhäusl.

Die skurrile Seite der österreichischen Politik unterstrich FP- Landesrat Waldhäusl mit seinem Sager über „Hunde mit Migrationshintergrund“ bei seiner Bezirkstour in Pöchlarn. Ein bewusst gesetzter Sager, der dank Melker NÖN und der Empörung vieler User auf Twitter und Facebook in die Welt getragen wurde. Die britische Zeitung Daily Mail, Russia Today oder etwa das Luxemburger Tageblatt zitierten die NÖN – ein schönes Zeichen für ein Lokalmedium.

Bei aller Publicity bleibt aber vor allem eines: ein erschreckendes Sittenbild der österreichischen Politik, wo weniger Themen als die Suche nach Schuldigen im Vordergrund stehen und dabei auch die schnelle Schlagzeile mehr zieht als das eigene Schamgefühl.

Denn bei Waldhäusl ist es kein klassischer FP-Einzelfall, sondern vielmehr Kalkül. Kalkül mit polemischen Aussagen gegenüber Ausländern auf Stimmenfang zu gehen. Dabei sei der FPÖ aber eines ins Stammbuch geschrieben und das gilt sowohl für Hund als auch Mensch: Hund ist Hund, egal ob aus Rumänien, Österreich oder Serbien.