Eine Ehe bitte nur aus Liebe. Über die politische Situation Münichreith-Laimbachs.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 10. Dezember 2019 (05:00)

In den 70er-Jahren waren sie populär: die „Zwangsehen“. Viele Gemeinden wurden zusammengelegt, auch im Bezirk. Münichreith-Laimbach war eine davon. Dass aus „Zwangsehen“ selten das große Liebesglück wurde, bewahrheitete sich auch in diesem Fall. Die Probleme daraus sind heute noch zu sehen. Den Ortschef stellt – bis jetzt – die Heimatliste Laimbach, zusammengesetzt aus SP- sowie VP-Mandataren. Jetzt fusioniert sich die „Bürgerliste Aktiv“ (eine rein VP-nahe Liste) mit der ÖVP.

Damit wird aus dem Gegeneinander ein Miteinander. Ganz im Sinne der Partei-Linie. Das politische Couleur ist in Münichreith-Laimbach aber anscheinend sowieso eher Nebensache. Viel wichtiger ist die Herkunft der Politiker. Also: Münichreither gegen Laimbacher. Dass es in einer zusammengelegten Gemeinde im Wahlkampf nicht um Inhalte, sondern um die Orte geht, ist kurios. Besser, man würde sich auf das Gemeinsame besinnen. Und zwar egal, aus welchem Ortsteil man kommt.