Eine Politik der Irreführung. Markus Glück über Verschwörungstheorien der Melker FPÖ.

Von Markus Glück. Erstellt am 20. September 2016 (04:00)

In die Kiste der Verschwörungstheorien griffen die Melker Freiheitlichen in der letzten Gemeinderatssitzung. FP-Chef Franz Ofner, der der Gemeinde in vielen Bereichen immer wieder Betrug unterstellt, witterte auch bei der Anzahl an untergebrachten Asylwerbern in der Stadt eine Irreführung. Mit der Falschmeldung über eine Reihe von Polizeieinsätzen in den Asylquartieren der Stadt rundete Ofner sein Statement ab.

Die FPÖ beschädigt mit solchen Aussagen nicht nur die gute Integrationsarbeit der Stadt, sondern auch die Glaubwürdigkeit von Polizei und anderen Organisationen. Wenn sie Behauptungen aufstellt, die nicht halten, so ist das grob fahrlässig und fernab jeden politischen Verantwortungsbewusstseins.

Eine Partei, die zwar stets mit negativer Kritik, weniger aber mit konstruktiven Vorschlägen in der Stadt auffällt, wird es in Zukunft schwer haben, die gesetzten Wahlziele – einen Stadtrat – zu erreichen. Das Mitschwimmen mit der Bundespartei wird auf Gemeindeebene nicht funktionieren. Denn: Der Bürger erkennt den Versuch des plumpen Stimmenfangs.