Eine Watschn als Symbolbild. Über zu viele Emotionen im Gemeinderatswahlkampf.

Von Markus Glück. Erstellt am 21. Januar 2020 (05:00)

Der Wahlkampf biegt (endlich) in die Zielgerade und lässt gerade im Finish bei manchen die Nerven davon galoppieren. Herzlichkeiten haben im Wahlkampf Pause, der Kampf um Stimmen bringt mancherorts die deftige Wortwahl hervor. Wenn es aber nicht nur bei Worten bleibt, sondern auch zu Handgreiflichkeiten kommt, ist der Bogen endgültig überspannt.

In Pöggstall ist der Wahlkampf zuletzt eindeutig aus den Fugen geraten. Einschüchterungsversuche, Gerüchte und die Ankündigung der Liste Leben, in Richtung VP-Mandatar „keine Freunde mehr zu finden“ gipfelten in einer „Watschn“. Das Opfer, besagter VP-Mandatar, ist schockiert, die VP-Ortschefin fordert vernünftigerweise Konsequenzen.

Liste Leben-Obmann und Vize-Ortschef Eder will dem Watschenausteiler nahelegen, sein Mandat nicht anzunehmen. Blickt man auf die enge Stimmenverteilung bei der letzten Wahl 2015, hat die „Watschn“ der VP-nahen Liste wohl einen Bärendienst erwiesen.