Frage nach dem kleineren Übel. Über die explodierenden Coronazahlen im Bezirk Melk.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 16. September 2020 (03:22)

Wissen Sie noch, der strenge Lockdown von März bis Mai? Zahlentechnisch sind wir im Bezirk Mitte September wieder bei den Werten in diesen Spitzen-Monaten der Pandemie angelangt. Die Zahl an positiven Corona-Testungen und Quarantänefällen explodiert regelrecht. Aufpoppende Cluster, Fälle in Schulen, Fälle in der Politik. Schneeballeffekt. Auf strengere Beschränkungen können wir uns einstellen, die vielen Eventabsagen für den Herbst sind dafür erste Vorboten. Und: Die Corona-Ampel im Bezirk wird wohl nicht mehr lang grün leuchten.

Freilich, jeder genoss die sommerliche Freiheit nach dem Lockdown: Wieder beim Wirt’n sitzen, ein öffentliches Event besuchen. Wenn aber die Schutzmaßnahmen vernachlässigt werden, rückt das schöne Freizeitprogramm wieder in die Ferne. So bei einigen Veranstaltungen in der Vorwoche. Was ist also das kleinere Übel: Abstand halten und Maske tragen – oder wieder Zwangsschließungen und ein neuerlicher, kompletter Event-Stopp?