„Geldgeschenke“ für die Freunde. Über das lockere Umgehen mit dem fremden Geld.

Von Markus Glück. Erstellt am 21. Oktober 2020 (02:45)

Seit Monaten wettert der Ybbser SP-Bürgermeister und Nationalratsabgeordnete Alois Schroll wegen mangelnder finanzieller Unterstützung für die Gemeinden gegen die Bundesregierung. In seiner eigenen Gemeinde dürfte es um die Finanzen besser bestellt sein, als Schroll immer beklagt. Trotz kolportierten Corona-Verlusts von rund einer Million Euro sitzt der Euro bei der Ybbser SPÖ und Schroll scheinbar locker.

Ansonsten ist es nicht zu erklären, dass die Gemeinde ohne Grund die Kosten für eine Musikgruppe in einem Gasthaus übernimmt. Noch mehr erzürnt die Ybbser der Konsulentenvertrag für Ex-Vize Herbert Scheuchelbauer. Was genau die Leistung dahinter ist, konnten auch mehrere Beteiligte an dem Deal der NÖN nicht schlüssig erklären. In Zeiten grassierender Arbeitslosigkeit sind solche Vorgehensweisen, gerade bei einer vermeintlichen „Arbeiterpartei“, höchst verwerflich. In beiden Fällen sollte die SPÖ nochmals in sich gehen und ihr Handeln schleunigst überdenken.