Gemeinsam statt einsam. Über die Verteilung der Oppositionsrolle in Artstetten.

Von Markus Glück. Erstellt am 24. Juni 2020 (04:50)

Im Jänner waren die Grünen in Artstetten-Pöbring angetreten, um für mehr Transparenz und Mitsprache der Bürger im Gemeinderat zu sorgen. Mit knapp 15 Prozent halbierten die Grünen die SPÖ und geben seither den Ton als Oppositionspartei an. Mit eigenem Blog und einer offensiven Einbindung der Bevölkerung zeigen sie vor, wie Oppositionsarbeit auch in klassischen Mehrheitsgemeinden funktionieren kann.

Klar, dass der Einsatz aber nicht bei allen auf Gegenliebe stößt. Auch wenn VP-Ortschef Karl Höfer den Grünen die Hand zum Miteinander ausstreckt, sind einige Funktionäre angesichts des „frischen Grüns“ in der Gemeinde skeptisch – um es vorsichtig zu formulieren. Der Artstettner Weg der Grünen zeigt aber, wie es für die Partei künftig auch im sonst so schwierigen südlichen Waldviertel funktionieren kann. Und davon kann nicht nur die Bevölkerung, sondern auch die ÖVP profitieren– und zwar dann, wenn man Ideen aufgreift und an einem Strang zieht.