Imageschaden bleibt bestehen. Über die „Causa Golznig“ in Melk.

Von Markus Glück. Erstellt am 23. Juli 2019 (04:00)

Melks VP-Stadtchef Patrick Strobl war nur wenige Tage im Amt, da erreichte ihn im Sommer 2018 die Niederlage im Prozess gegen den ehemaligen Baudirektor. Bereits damals bezifferten Insider gegenüber der NÖN die Kosten auf rund 400.000 Euro. Strobl hüllte sich in der Causa aber stets in Schweigen, wechselte den Anwalt und erreichte in beiden Verfahren gegen Golznig zumindest eine außergerichtliche Einigung. Eine Einigung, die die Grünen bereits 2014 wollten.

Dank der FPÖ liegen die tatsächlichen Kosten jetzt auf dem Tisch. 360.000 Euro kostete der Stadt der Prestigestreit mit dem ehemaligen Mitarbeiter. Während Golznig zur Gänze rehabilitiert ist, bleibt für die Stadt und die ÖVP ein erheblicher Imageschaden. Wie groß der (finanzielle) Schaden für die Stadt tatsächlich ist, wird nur Strobl selbst beantworten können. Die FPÖ glaubt nicht, dass es für die Stadt ein Nullsummenspiel ist. Ein Umstand, an dem auch viele Prozessbeobachter starke Zweifel hegen.

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