Jetzt geht‘s ans Eingemachte. Über das Neuwahl-Geplänkel in Ybbs.

Von Markus Glück. Erstellt am 13. Januar 2021 (05:14)

Nach dem erzwungenen Rücktritt von SP-Stadtchef Alois Schroll geht das Ybbser Polit-Theater in die nächste Runde. Mit der Landespartei im Hintergrund geht die ÖVP in die Offensive und stellt ihre Forderungen – und setzt die absolut-regierende SPÖ damit massiv unter Druck.

Knickt man ein und gibt den Forderungen nach und macht sich damit zum Spielball der ÖVP – oder riskiert man Neuwahlen? Letztere könnten den internen SP-Putsch zu einem wahren Desaster verkommen lassen. Denn die ÖVP operiert mit einem enormen Wahlkampfapparat der Landes-VP im Rücken, die sich schon bei der Wahl im Jänner 2020 Hoffnungen auf ein „Drehen“ der SP-Hochburg Ybbs machte.

Das größte Manko der SPÖ ist gleichzeitig die beste Karte für die ÖVP: So lange Ex-Stadtchef Schroll in der Gemeindepolitik mitmischt und seine Jünger um sich schart, ist es für Schachner schwer, sich zu etablieren. Für die Neo-Bürgermeisterin wartet damit gleich zu Beginn eine Fülle an Bewährungsproben.