Jetzt heißt‘s durchhalten. Über die Negativserie beim SC Melk.

Von Michael Bouda. Erstellt am 17. September 2019 (01:00)

Vier Punkte nach den ersten zwei Partien – da war die Welt in Melk noch in Ordnung. Seitdem hat sich allerdings nichts mehr getan am Punktekonto des 2. Landesligisten. Ins Auge stechen dabei zwei Parameter: Fünf erzielte Tore sind der zweitschlechteste Wert der Liga, 17 Gegentreffer hat kein Team außer Melk kassiert.

Woran liegt‘s? Zum einen läuft Zehner Petr Kurtin, die Lebensversicherung der Löwen, seiner Form hinterher, was wiederum auch Rastislav Chmelo im Sturm zu spüren bekommt.
Zum anderen zeigt sich, dass Paul Scharner mehr war als nur eine Publicity-Aktion. Der Ex-Profi hat im vergangenen Frühjahr die Verteidigung zusammengehalten. Mit ihm haben ein international erfahrener Verteidiger und eine Führungspersönlichkeit den SC Melk im Sommer verlassen.

Bei den 15 Gegentoren in den jüngsten drei Spielen waren etliche individuelle Fehler dabei. Die logische Konsequenz wäre es, durchzuwechseln. Damit ist das dritte Problem angesprochen: Kadermäßig ist man in der Bezirkshauptstadt am Plafond angekommen. Für Melk heißt‘s nun: durchhalten bis zum Winter. Spätestens da kommen nicht nur die Verletzten zurück. Findet die aktuelle Elf nicht in die Spur, muss in der Übertrittszeit reagiert werden.