Krone richten, Chancen nutzen. Über die Chance der gescheiterten Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2024.

Von Markus Glück. Erstellt am 19. November 2019 (03:14)

Nach himmelhoch jauchzend kommt zu Tode betrübt. Der Zuschlag für Bad Ischl als Kulturhauptstadt 2024 löste in der Region Katzenjammer aus. Die Sorge ist, dass viele Projekte in der Pipeline stecken bleiben, viel Arbeitsaufwand umsonst war.

Die Zusicherung des Landes, aus St. Pölten 2024 die Landes-Kulturhauptstadt zu machen und die Region zu berücksichtigen, lässt Sonnenstrahlen am grauen Horizont erblicken. Auch wenn es derzeit noch keine konkreten Projekte gibt – das Miteinander unter den Kulturbetrieben ist gewachsen. Man kennt sich besser und hat mehr Verständnis für die Sorgen und Ängste der anderen.

Verschiedene, für den Zeitraum 2020 bis 2024 angedachte Projekte funktionieren aber auch ohne Kulturhauptstadt. Das beweist das Kulturdreieck Stift Melk, Wachaukultur Melk und Schallaburg mit seinen fast 750.000 Besuchern seit Jahren. Jetzt braucht es neben dem Geld nur den Mut der Kulturschaffenden, ihren gemeinsamen Weg fortzusetzen.