Mannschaft gegen Trainer. Über Parallelen beim Ybbser Trainerwesen.

Von Michael Bouda. Erstellt am 10. September 2019 (02:45)

„Erhobenen Hauptes“ ist Christian Maurer als Coach beim ASK Ybbs gegangen. Exakt dieselben Worte fand Martin Parb, als er im November 2017 vom ASK Ybbs in seiner Trainerfunktion freigestellt wurde. Zufall? Wohl nicht ganz. Denn es finden sich noch weitere Parallelen zwischen dem jüngsten Rauswurf beim 2. Landesligisten und jenem vor knapp zwei Jahren.

Denn beide Male soll es nicht am sportlichen Abschneiden – bei Maurer drei Punkte aus drei Spielen, bei Parb 17 Zähler in der Hinrunde – gelegen haben. Vielmehr sei es die Chemie mit der Mannschaft, die Kommunikation, gewesen. Unterm Strich war es sowohl 2017 als auch 2019 die Ybbser Mannschaft, die den jeweiligen Coach zu Fall brachte. Die Spieler zeigten sich unzufrieden und der Vorstand handelte dementsprechend.

Stimmen die besagte Chemie und Kommunikation zwischen Mannschaft und Trainer nicht, ist es sicherlich besser, früher als später die Reißleine zu ziehen. Vor allem in Hinblick auf den anvisierten Meistertitel – nach drei Runden ist auf gut Deutsch noch nichts verhaut.

Die Entlassung von Maurer, obwohl man mit ihm gemeinsam an den Aufstiegsplänen gefeilt hat und trotz der Erfolge in der vergangenen Spielzeit, hinterlassen dennoch einen fahlen Beigeschmack – zumindest auf der zwischenmenschlichen Ebene. So wie 2017 bei Parb.