Melk

Erstellt am 18. September 2018, 05:00

von Markus Glück

Melks neuer Wunderwuzzi?. Markus Glück über die rasche Einigung zwischen Stadt Melk und Stift.

„Nichts geht mehr“, hieß es zuletzt, wenn das Thema auf Verhandlungen zwischen Stift und Stadtgemeinde fiel. Monatelang mühte sich Ex-VP-Stadtchef Thomas Widrich ab, einen Deal zustandezubringen.

Einen Deal, den sein Nachfolger innerhalb weniger Wochen hervorbrachte. Ist VP-Stadtchef Patrick Strobl also der neue Wunderwuzzi? Oder stecken doch, wie von der Opposition kritisiert, parteitaktisches Kalkül und tatkräftige Mithilfe durch die Landes-VP dahinter?

Die Wahrheit liegt bekanntlich irgendwo in der Mitte. Allerdings erscheinen damit die Gerüchte um den überraschenden Rücktritt von Widrich in einem neuen Licht. Der Wandel von Ambitionen für ein Landtagsmandat zum Rücktritt innerhalb weniger Monate dürfte daher nicht von ungefähr gekommen sein. Widrich galt auch innerhalb der ÖVP als Querdenker, der sich ungern eine Parteilinie aufzwingen ließ.

Bei Strobl sieht das anders aus und man darf sich fragen, was, etwa im Hinblick auf Brückenmaut, Stiftsrenovierung und Schifffahrtszentrum, bis zur Wahl 2020 noch alles möglich sein wird.