Menschlichkeit geht verloren. Markus Glück über eine vorbildliche Hilfsaktion mit Zwischenrufen.

Von Markus Glück. Erstellt am 27. November 2018 (05:00)

Wenn das eigene Zuhause brennt, wird binnen weniger Minuten das eigene Hab und Gut ein Raub der Flammen – man steht vor dem Nichts. So ist es einer Melker Familie ergangen. Um dieser unter die Arme zu greifen, organisierten Freunde und Lehrer der NMS ein Benefizkonzert.

Die Organisatoren hatten aber nicht nur Unterstützung, sondern auch mit Vorurteilen zu kämpfen. „Sie sollen lieber einer österreichischen Familie helfen“, hörten sie nicht nur einmal. Die Verrohung und das Trennende der Gesellschaft macht auch vor einer Stadt wie Melk nicht halt.

Umso wichtiger ist es daher, dass es Menschen gibt, die Zivilcourage beweisen und sich für Menschen organisieren, denen das Schicksal nicht gut mitgespielt hat. Den Veranstaltern muss man zur Aktion gratulieren und hoffen, dass sie ihre Zivilcourage beibehalten. Den anderen sei gerade vor Weihnachten der christliche Gedanke der Nächstenliebe ins Stammbuch geschrieben – egal, ob der Nächste aus Melk oder woandersher kommt.