Mut zum Risiko, das keines ist. Jürgen Scheuchelbauer über die fußballerische Ausbildung im LAZ NÖ.

Von Jürgen Scheuchelbauer. Erstellt am 01. August 2017 (05:00)

Das Landesausbildungszentrum wurde grundlegend verändert — weniger Standorte und erhöhtes Selektieren. Im Hauptkader finden sich nun 22 Kinder, wo es zuvor 50 gab.

Von den Hauptkader-Angehörigen schafft es aber auch nur eine Handvoll Kicker in den Profifußball. Was passiert mit den anderen? Die Spieler kommen meist zu den Stammvereinen im Unterhaus zurück. Und dort? Mit den absolvierten Jahren gezielter fußballerischer Ausbildung auf höherem Niveau als im heimischen Nachwuchs erwarten sich die LAZ-Abgänger später oftmals eine tragende Rolle in den Kampfmannschafen der Stammvereine oder den Durchbruch im Unterhaus.

Die jungen Kicker werden aber meist eines Besseren belehrt. Nicht viele Vereine, vor allem aus den oberen Amateurligen, wie Landes- oder Gebietsliga, wagen den jungen Spielern eine größere Rolle zuzuschreiben. Vermehrt wird auf die Dienste von auswärtigen, arrivierteren Spielern und Legionären gesetzt. Die jungen Kicker sollen langsam an die Kampfmannschaft herangeführt werden‘, wie es oft heißt.

Ob dies der richtige Weg ist, ist zu bezweifeln. Die Vereine sollten mehr auf die eigenen Jungen setzen — mehr Mut zum Risiko, das vielleicht gar keines ist. Das würde auch helfen Geld am Transfermarkt zu sparen.