Nur Offenlegung beendet Disput. Über die Facebook-Affäre von Melks Stadtchef Strobl.

Von Markus Glück. Erstellt am 14. Oktober 2020 (02:38)

Die Melker SPÖ hatte nie eine Freude mit der Bestellung der Loosdorfer VP-Gemeinderätin Sabine Mlcoch zur Pressesprecherin der Stadt Melk. Sie witterte VP-Parteiarbeit auf Kosten der Steuerzahler. Ein Vorwurf, der nach monatelanger SP-Recherche über die Facebook-Seite „Bürgermeister Patrick Strobl“ wohl nicht ganz von der Hand zu weisen ist.

Auch wenn VP-Stadtchef Strobl die Vorwürfe zurückweist, zumindest ein schlechtes Gewissen dürfte er nach der NÖN-Anfrage entwickelt haben. So änderte er kurz danach das Impressum von „persönlicher Seite“ auf „offizielle Seite des Bürgermeisters der Stadt Melk“ und entzog Mlcoch die Bearbeitungsrechte. Ob sie tatsächlich nichts gepostet, sondern nur in ihrer Freizeit etwas korrigiert und bearbeitet hat, wie es vonseiten der ÖVP heißt, lässt sich nur mittels Facebook-Protokollen belegen. Diese öffentlich zu machen, obliegt dem Stadtchef. Tut er es, hilft es der Transparenz und ein leidiges Thema ist rasch beendet.