Ohne Touristen fehlt das Geld. Markus Glück über die Tourismusflaute in Melk.

Von Markus Glück. Erstellt am 29. Juli 2020 (05:10)

Idyllische Altstadt und barockes Stift – eine Kombination, die normalerweise jährlich hunderttausende Touristen nach Melk lockt. Im Coronajahr 2020 ist alles anders: Dem Stift fehlen gut 500.000 Touristen und damit Millionen an Einnahmen. Einnahmen, die wiederum der Stadt wegen geringerer Ticketabgaben fehlen. Besonders bitter ist die Situation auch für die Innenstadt-Betriebe. Dort sammelt man sich im Sommer traditionell einen finanziellen Polster, um die extrem schwachen Wintermonate auszugleichen.

Kritik müssen sich die Stadt-Verantwortlichen gefallen lassen. Jahrelang verließ man sich zu sehr auf die Strahlkraft des Stiftes. Eine Abhängigkeit, die nun fatale Folgen hat: Die jetzt gesetzten Marketingmaßnahmen samt Tourismuspaketen sind zwar gut, wirken aber erst deutlich später – für 2020 zu spät. Zu hoffen bleibt, dass auch künftig die eigene Kampagne beworben wird und mangels finanzieller Mittel nicht auch dort der Sparstift angesetzt wird.