Querfeldein mit Tradition. Über das, was hinter dem Melker Crosslauf steckt.

Von Michael Bouda. Erstellt am 25. Februar 2020 (12:22)

Über Stock und Stein ging’s am vergangenen Sonntag in Melk: Das Finale des 22. 4-Städte-Cross-Cups lockte an die 200 Läufer in die Melker Au. Dass dies möglich war, hing vor nicht einmal zehn Jahren am seidenen Faden. Krems und Traismauer waren als Austragungsorte abgesprungen, die winterlichen Bedingungen querfeldein schreckten ab. Auf einmal war es mit St. Pölten und Melk ein 2-Städte-Cross-Cup.

Dem Crosslauf in Melk drohte das Aus – bis ihm engagierte Menschen neues Leben einhauchten: Herbert und Roswitha Sandwieser, Hans Plasch, Manuel und Elke Gansch, Stefan Schweiger, Thomas und Sabine Gastecker und Wolfgang Aigelsreiter – um nur das Kernteam zu nennen.

Genau die negativen Aspekte, im Winter einen Wettkampf zu bestreiten, konnten die Organisatoren ins Positive umkehren: Der Cross-Cup ist die perfekte Vorbereitung fürs Frühjahr, die „eigentliche“ Laufsaison, wenn wieder ein Volkslauf nach dem anderen ansteht. Umso positiver ist damit zu bewerten, dass die Organisatoren wieder mehr in Richtung Hobbysportler gehen wollen.

Der 4-Städte-Cross-Cup ist mittlerweile Tradition und regt hunderte Menschen zum Laufen an. Dass dem so ist, ist dem Einsatz freiwilliger Laufenthusiasten zu verdanken.